Vater Unternehmensgruppe

Die Vater Unternehmensgruppe - Ihr IT-Dienstleister

Es sind nicht allein die Produkte, die ein Unternehmen zum Erfolg führen, sondern auch Ideen, Know-how und Ziele. Das Zusammenspiel dieser Komponenten hat die Vater Unternehmensgruppe zu dem gemacht, was wir heute darstellen: Ein IT-Kompetenznetzwerk mit mehr als 450 Mitarbeitern an den Standorten Kiel und Hamburg.

Gegründet 1997 gehören wir zu den führenden IT-Dienstleistern im Norden Deutschlands. Unsere innovative Technologie-Kompetenz gepaart mit langjähriger Erfahrung und die Zusammenarbeit mit namhaften Partnern hat eine Unternehmensgruppe geformt, die Sie in allen Abschnitten Ihrer IT begleitet.

Von der Technologie- bis zur Prozessebene verfügen unsere Experten sowohl über das erforderliche Branchen- als auch das IT Praxis-Know-how; ergänzt durch unser Selbstverständnis: Kunden verstehen. Prozesse verstehen. Partnerschaft leben.

Nur so können wir Sie in allen Anforderungen der IT von der Verkabelung und Netzwerkinfrastruktur über Sicherheit, Groupware und ERP-Systemen bis hin zur Softwareentwicklung unterstützen. Kompetent, lösungsorientiert und zukunftssicher.
Einen Einblick über die Vater Unternehmensgruppe erhalten Sie in unserem Unternehmensmagazin VaterNews.

 

Lernen Sie den Gründer Klaus-Hinrich Vater kennen.

 

Informieren Sie sich über die Vater Unternehmensgruppe als Arbeitgeber auf  Vater Karriere - kununu und  Vater Karriere - XING über uns.

Zur Vater Unternehmensgruppe gehören:

Vater Unternehmensgruppe GmbH der Vater Holding GmbH/ Vater Unternehmensgruppe

Vater KNS energy GmbH der Vater KNS energy GmbH

Vater SysCon GmbH der Vater SysCon GmbH

Vater NetCom GmbH der Vater NetCom GmbH

Vater Solution GmbH der Vater Solution GmbH

Vater BankIT GmbH der Vater BankIT GmbH

Vater Operations GmbH der Vater Operations GmbH

Vater ERPteam GmbH der Vater ERPteam GmbH

Vater pcs GmbH der Vater pcs GmbH

Förde Campus GmbH der Förde Campus GmbH

Dicide GmbH der Dicide GmbH

Vater Service4Net GmbH

Vater Unternehmensgruppe

Gemeinsam bewegen wir mehr

Innerhalb von nur wenigen Jahren ist aus der Firma Vater eine Unternehmensgruppe mit 12 Einzelgesellschaften geworden. Eine rasante Entwicklung, die ihren Erfolg nicht nur in der konsequenten Fokussierung auf die Kernkompetenzen begründet, sondern vor allem auch einem hoch motivierten Team und einer innovativen partnerschaftlichen Unternehmensführung zu verdanken ist.

Klaus-Hinrich VaterKlaus-Hinrich Vater ist mit Herzblut Unternehmer. Wenn Vater von "seinem Unternehmen" spricht, weiß man sofort: Der Gründer steht für eine werteorientierte Unternehmensführung. Er ist nicht nur Chef, sondern Partner.
Sein Wertedenken zieht sich wie ein roter Faden durch sein Handeln. Er versteht es, unternehmerisches Handeln, Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung und das menschliche Miteinander in Einklang zu bringen. Dabei liegt das Erfolgsgeheimnis in einer – eigentlich ganz einfachen - Grundregel: Handel so, wie du behandelt werden willst.

 

Dipl.-Ing. Klaus-Hinrich Vater:

  • Unternehmer
    Ehrenamtler
    , u.a. Präsident der IHK zu Kiel, Vorsitzender des Kuratoriums pro universitate
    Vater von 4 Kindern

 

Die Vater-Story: Mit 2 alten Autos ging die Post ab.

Im Interview zu 20 Jahren Vater Unternehmensgruppe: Alleine ist man nicht viel.

Mit zwei alten Autos ging die Post ab.

Die Vater-Story.

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", schrieb der Schriftsteller Hermann Hesse. Ein Satz, der für Klaus-Hinrich Vater und Uwe Friedrichs ohne Einschränkung zutrifft. Wenn sie über die Gründungsphase der Vater Gruppe sprechen, sind sie sich – wie so oft – einig: „Das war eine tolle Zeit!“ Dass sie dagegen kaum eine freie Minute hatten, störte die beiden nicht. „Wir haben damals jeden Tag bis 22 Uhr gearbeitet“, erzählt Uwe Friedrichs. Sonnabend war für die beiden ein normaler, wenn auch kürzerer Werktag. Und: „Sonntag haben wir uns dann noch im Büro getroffen und bis mittags erledigt, was zur neuen Woche fertig sein musste. Der Nachmittag war dann für die Familie da.“ 90 bis 100 Stunden in der Woche hätten sie im Schnitt gearbeitet, zweieinhalb Jahre lang.

Klaus-Hinrich VaterEin Foto zeigt Klaus-Hinrich Vater im Blaumann auf einer Baustelle. Der beim Kunden mitarbeitende Unternehmer? „Das war schon nach wenigen Tagen vorbei“, sagt Vater. Die vertrieblichen Erfolge waren zu groß. Nach zwölf Monaten zählten Vater und Friedrichs namhafte Unternehmen zu ihren Kunden: In Kiel waren es beispielsweise Siemens, Alcatel SEL, das Landesbauamt, die Raiffeisen HaGe, Ohltec und Hugo Hamann. In Hamburg konnten der Axel Springer  Verlag, Unilever, Gruner + Jahr, AOL, das damalige Amt für Informationstechnik (heute Dataport) und das Universitätsklinikum Eppendorf als Kunden gewonnen werden. 

Start am 1. Juli 1997

Schon Monate bevor die „Vater Kommunikations-Netze und -Systeme GmbH“ am 1. Juli 1997 offiziell an den Start ging, lag bereits der erste große Auftrag vor: Die Firma Schröder Kommunikationstechnik Handels GmbH in Glinde, deren Inhaberin Vater und Friedrichs bereits von früher kannten, beauftragte die beiden damit, die Datennetze für fünf große Verwaltungsgebäude zu bauen.

Die erste Installation allerdings erfolgte bei der Sparkasse Elmshorn, und zwar am Wochenende vor dem offiziellen Starttermin. „Weil die Kunden nicht so lange haben warten können – und wir auch nicht“, sagt Vater.

Als Firmenwagen für die Monteure dienten zwei ausgemusterte gelbe Postautos. Mit ihnen überholten die beiden Existenzgründer ihre eigenen Zielvorgaben in rekordverdächtiger Geschwindigkeit: „Die 5-Jahres-Geschäftsplanung war nach wenigen Monaten völlig überholt“, berichtet Vater. Im ersten vollen Geschäftsjahr standen statt 800.000 D-Mark Jahresumsatz 3,5 Millionen D-Mark in den Büchern.

Von Traditionen und Feiern

Bei der ersten Weihnachtsfeier im Café Mordhorst in Meimersdorf saßen 1997 zehn Mitarbeiter gemütlich zusammen. Mit strahlenden Gesichtern, wie Klaus-Hinrich Vater sich erinnert. Denn der Erfolg des Unternehmens war ein Erfolg jedes einzelnen. „Ohne dass jeder von ihnen mitgezogen hätte, wäre es nicht gegangen“, sagt Friedrichs. Heute beschäftigt die Gruppe rund 450 Mitarbeiter. „Da kennt man natürlich nicht mehr jeden persönlich – das war früher schöner“, stellt Vater fest. Jeden Angestellten an dessen Geburtstag anzurufen und ihm zu gratulieren, an dieser Tradition hält Vater allerdings fest.

Uwe FriedrichsEine weitere Tradition, die Vater und Friedrichs bis heute pflegen, ist es, jedes Jahr zu Weihnachten dem Gewerbe- und Technik-Zentrum (GTZ) in Schwentinental mit einem Präsentkorb für die Unterstützung in der Gründungszeit zu danken.

Hier fing alles an. In einem 50 Quadratmeter großen Büro. „Da haben wir vor dem Start noch zwei Wände eingezogen“, erinnert sich Vater. Um Lagerraum zu schaffen. So schnell wie das Start-up wuchs, so schnell wuchs auch der Platzbedarf. „Das Lager war innerhalb kurzer Zeit zu klein. Also nahmen wir die Flure hinzu, dann den Kellerbereich und schließlich wieder die Flure“, erzählt Vater. „Wir hatten wirklich Narrenfreiheit. Aber es haben sich alle im GTZ über unseren Erfolg gefreut.“ Nach anderthalb Jahren stand dann aber doch der Entschluss fest: Ein eigenes, neues Gebäude musste her. Nur wenige hundert Meter Luftlinie vom GTZ entfernt entstand im Wasserwerksweg die Zentrale der heutigen Vater Unternehmensgruppe. Nur ein halbes Jahr nach dem Kauf des Grundstücks zog das Unternehmen in die eigenen Räumlichkeiten um. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli, auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Start.

Aus der „Vater Kommunikations-Netze und -Systeme GmbH“ wurde später die „Vater KNS GmbH“. „Der ursprüngliche Name war zu lang und unpraktisch“, sagt Friedrichs. Anfangs sei er genau richtig gewesen: „Wir wollten zeigen, was wir machen. Aber später brauchten wir das nicht mehr. Der Name Vater war bekannt geworden.“ Dass sein eigener Name nicht in der Firmierung auftaucht, stört Uwe Friedrichs überhaupt nicht. Er bleibt lieber im Hintergrund. „Ich bin der Handwerker“, sagt er. Auch wenn er schon lange die Zange zum Abisolieren von Kabeln gegen einen Telefonhörer eingetauscht hat.

Das Fast-Ehepaar

Kennen und schätzen gelernt haben sich Vater und Friedrichs als Angestellte bei Vaters erstem Arbeitgeber, der KFM. Hier leitete Vater als junger FH-Ingenieur den Bereich Schwachstromtechnik und Telefonie. Als er dann zum Kieler IT-Unternehmen DIERCK wechselte, kam Friedrichs mit. Und als Vater beschloss, seinen Jugendtraum, sich selbständig zu machen, zu verwirklichen, stand fest: Uwe Friedrichs würde dabei sein. „Auch wenn Uwe erst zwei Jahre später seine Option gezogen hat, als Gesellschafter einzusteigen, so haben wir uns von Anfang an als Partner verstanden“, betont Vater. Und: „In all den Jahren haben wir uns nicht ein einziges Mal gestritten.“ Das perfekte Paar. Finden auch die beiden. Quasi eine Ehe ohne Trauschein. „Wenn wir die Neigung dazu hätten, wären wir sicherlich miteinander verheiratet“, ist sich Vater sicher und Friedrichs stimmt lachend zu.

Partner sehen die beiden auch in den das jeweilige operative Geschäft verantwortenden Mitgesellschaftern der inzwischen zehn Tochterunternehmen der Vater Gruppe. „Ich bin ein Mensch, der das Miteinander sucht“, sagt Klaus-Hinrich Vater von sich. Da sei es nur konsequent, den Partnerschaftsgedanken auf neue Geschäftsbereiche zu übertragen. „Mitte ‘99 haben wir uns gefragt, wie es ab dem Jahr 2000 weiter gehen soll“, berichtet Vater. Die Angst vor der „Doppel-Null“ zum Jahrtausendwechsel bescherte der IT-Branche gutes Geschäft. „Überall wurde die Software ausgetauscht, die neue Software benötigte neue Hardware und die neue Hardware nicht selten schnellere Netze“, beschreibt Vater die Dynamik.

Und: „Davon haben wir maßgeblich profitiert, wir wussten aber, dass diese Phase endlich sein würde.“ Wachstum durch das Erschließen neuer Geschäftsfelder lautete die Antwort von Vater und Friedrichs auf diese Herausforderung. Noch im Jahr 1999 wurde die „Vater NetCom“ mit Sitz in Hamburg gegründet. In dieser Zeit pendelte Vater täglich zwischen Hamburg und Kiel, um gemeinsam mit Jörg Schippmann die Geschäfte zum Laufen zu bringen. Wiederum mit Erfolg: „Der Markt für Netze ist bis Ende 2000 um 30 Prozent eingebrochen – wir aber sind um 100 Prozent gewachsen“, berichtet Vater. In der Folge gingen Vater und Friedrichs weitere Partnerschaften ein, es entstand die Vater Gruppe.

15 Jahre Vater

Natürlich gab es in den zurückliegenden 15 Jahren auch schwierige Phasen zu überwinden. Zum Beispiel im Jahr 2002. Vater erwarb in diesem Jahr den Betriebsteil „Landesbank“ der insolventen ISION Internet AG. Vorausgegangen war „ein Spiel, das mich sehr stark an die Fernsehserie Dallas erinnert hat - mit vom ISION-Vorstand veranlasster detektivischer Überwachung und dem Verbreiten von Unwahrheiten, auch über die Medien“, erzählt Vater. Entschieden haben es letztlich die damaligen ISION-Mitarbeiter. In einer Abstimmung votierten sie mit 51 zu 0 für die „Vater-Lösung“ und ließen dem Insol­venzverwalter damit keine Wahl. Ende Juni während der Kieler Woche 2001 erhielten wir den Zuschlag und wenig später nahm die Vater BankIT ihre Geschäfte auf.

Die größte Herausforderung der kommenden Jahre sieht Vater im Fachkräftemangel: „Wir werden neue Wege beschreiten und neue Konzepte erarbei­ten müssen, um in Zukunft geeignete Mitarbeiter für uns zu gewinnen.“ Auch neue Geschäftsfelder stehen im Fokus: „Wir bauen in Kiel ein eigenes Rechenzentrum auf“, skizziert Vater die Weiterentwicklung des Portfolios, „um nach Hamburg auch in Kiel die wachsende Nachfrage nach RZ-Leistungen bedienen zu können.“

Ob sie den „alten Zeiten“ nachtrauern? „Nein“, antworten Vater und Friedrichs. „Natürlich ist die Aufbruchstimmung weg.“ Doch auch wenn die ersten vier besonders schöne und intensive Jahre waren, so steht für die beiden doch fest: „Es liegen noch spannende Zeiten vor uns!“ Schließlich sei der Beruf des Unternehmers der schönste, den es gebe.

Alleine ist man nicht viel

Wenn Unternehmer über ihre Firmen sprechen, dann fallen häufig Schlagworte wie „Umsatz" und „Wert", um die eigenen Leistungen zu untermauern. Wenn Klaus-Hinrich Vater und Uwe Friedrichs in der Rückschau den Weg der Vater Unternehmensgruppe abschreiten, sprechen die beiden hingegen häufig von „Werten". Beide sind sich einig, dass nachhaltiger unternehmerischer Erfolg nur möglich ist, wenn man transparent agiert, Vertrauen schenkt und bei aller IT den Menschen nie aus den Augen verliert.

Klaus-Hinrich Vater und Uwe Friedrichs im Gespräch.

20 Jahre Vater Gruppe

Viele Wege führen in die Selbständigkeit. Manche Gründer glauben an ein geniales Produkt oder entdecken eine Marktlücke. Für Klaus-Hinrich Vater war es die Idee der Selbständigkeit - der Wille, selbst für sein eigenes Auskommen verantwortlich zu sein - die ihn schließlich zum Unternehmer werden ließ. Vor allem war es das Bedürfnis, selbst darüber zu bestimmen, was man wann macht und wie man es macht. „Wenn ich zurückblicke, dann weiß ich, was ich gewollt habe", beginnt Vater seine Rückschau. „Aber von vornherein zu bestimmen, wohin der Weg geht, das ist nicht möglich", schließt er nach einer kurzen Pause.

„Es hätte auch alles anders kommen können, ich hätte auch Betriebswirtschaftslehre studieren können," erinnert sich Klaus-Hinrich Vater mit einem Lächeln an die Zeit vor der Unternehmensgründung. Aber es kam anders als BWL: „In der Oberstufe hatte ich einen ganz wunderbaren Lehrer für Mathe und Physik, der meine Neigung für Naturwissenschaften entdeckt und gefördert und mir schließlich ein Ingenieur-Studium als breite Basis empfohlen hat. Meine Bundeswehrzeit hat mich zur Nachrichtentechnik gebracht. Und weil ich nicht die Ambition hatte, der große Erfinder zu werden, bin ich umgeschwenkt und habe ein Nachrichtentechnik-Studium an der Fachhochschule Kiel angefangen."

Das Ende seines Studiums fiel für Vater in eine günstige Zeit: Ingenieure wurden 1990 händeringend gesucht und gute Absolventen konnten sich die Arbeitgeber vor der Haustür aussuchen. „Ich bin bewusst zu KFM [Kabel- und Fernmelde-Montage Gesellschaft mbH] gegangen. Nicht weil ich unbedingt mit Kabeln arbeiten wollte, sondern weil mir die Struktur als eigentümergeführtes Unternehmen mit stattlicher Größe zusagte und weil ich der Meinung war, dass ich dort viel lernen konnte." Schnell gelangte Vater hier an sein Ziel: Eine Position mit Führungs- und fachlicher Verantwortung, in der er die Freiheit hatte, zu gestalten und zu entwickeln. Bedeutsam für Vaters weiteren Weg war jedoch, dass er hier Uwe Friedrichs kennenlernte. Dieser hatte fast zeitgleich mit Vater als Techniker für Telefonanlagen bei KFM angeheuert.

Mit Vaters Beförderung zum Abteilungsleiter bei KFM wurden die beiden ein unzertrennliches Gespann. „Ich habe gemerkt, Uwe ist einer, mit dem kann man Pferde stehlen. Ich hab dich weggeholt von deinen Telefonanlagen, die du so geliebt hast. An einen Schreibtisch", erinnert sich Vater. Sein Partner Friedrichs korrigiert die Geschichte trocken „Überredet hast du mich! Aber wir haben ja von Anfang an auch fest verankert – wenn es mir nicht gefällt, dann kann ich wieder raus." Vater lacht Friedrichs an und dreht sich ihm zu: „Auch wenn meine Detailerinnerung schwammig ist, deine Zweifel waren doch nach zwei Wochen aus der Welt." Friedrichs größtes Bedenken war, wie seine Kollegen den Wechsel in die Führung aufnehmen würden. Trocken fasst er zusammen: „Es kommt immer drauf an, wie das Klima ist. Aber hat gut geklappt."

Der Mensch im Mittelpunkt

Vater Friedrichs„Wir sind beide unterschiedlich. Aber wir haben eins gemeinsam", will Vater die Chemie zwischen den beiden auf den Punkt bringen. „Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt." „Und waren uns auch bei Entscheidungen immer sehr schnell einig", vollendet Friedrichs.

Ende 1996 war Klaus Hinrich-Vater der Überzeugung, dass er das Handwerkszeug parat hatte, um seinen Jugendtraum von der Selbständigkeit Wirklichkeit werden zu lassen. Klar, dass er diesen Schritt mit Uwe Friedrichs gemeinsam gehen wollte. „Wir haben uns mit unseren Frauen zusammengesetzt und alles besprochen. Und dann ging's los." Das ambitionierte Ziel war es, im Bereich Kupfer- und Glasfaser-Netzwerktechnik ein führender Anbieter in Schleswig-Holstein zu werden. Von den Mitbewerbern wollte man sich mit einem Service-Anspruch absetzen, den sonst nur weit größere Unternehmen wie Siemens, Alcatel SEL, Bosch oder Telekom boten. Zudem wollte man zweigleisig fahren: als Subunternehmer dieser großen Mitbewerber oder direkt als Dienstleister für Endkunden tätig sein. Der Businessplan sah vor, dass man nach fünf Jahren mit zwölf Mitarbeitern einen Umsatz von 1,5 Millionen D-Mark erwirtschaften wollte. Doch die Realität holte die beiden Unternehmer ein und ließ den Plan schon ein halbes Jahr nach der Gründung hinfällig werden.

„Nach einem halben Jahr hatten wir zwölf Mitarbeiter, in unserem ersten vollen Geschäftsjahr haben wir 3,5 Millionen Umsatz D-Mark gemacht. Das war ein sensationelles Ergebnis. Wir hatten uns ganz schnell einen Namen gemacht. Zu unseren Kunden zählten Firmen wie Siemens, Unilever und AOL", erinnert sich Vater an den frühen Boom. „Es hatte aber auch was mit dem Zeitfenster zu tun, in dem das passiert ist", wirft Uwe Friedrichs beschwichtigend ein. „Wir haben den Jahrtausendwechsel vor uns gehabt und da gab es einen enormen Bedarf am Markt." Unternehmen hatten Angst vor dem Y2K-Bug, der drohte ihre IT-Systeme lahm zu legen. In der Folge wurde viel Software ausgetauscht; die neue Software brauchte bessere Hardware und schnellere Netzwerktechnik. „Damals gab es so viele langsame Netze", erinnert sich Vater, „die Leute haben ihre Rechner hochgefahren und sind erstmal Kaffeetrinken gegangen." Goldgräber-Stimmung ergriff die Netzwerktechnik-Branche.

Vertrauen als Basis für den Erfolg

Die Gründe für den Erfolg lagen aber auch im Inneren. Selbst große Hersteller und Zulieferer arbeiteten mit dem noch jungen Unternehmen zusammen, als seien sie langjährige Kunden und sorgten so dafür, dass Vater und Friedrichs ihren selbst gesteckten Ansprüchen an beste Arbeitsmittel und schließlich Arbeit gerecht werden konnten. Auf die Frage, wie man dies bewerkstelligt, antwortet Friedrichs ohne zu überlegen mit einem Wort: „Vertrauen". Nach einer kurzen Pause führt er in knappen Worten aus: „Partnerschaftlicher Umgang miteinander." Vater ergänzt: „Es war eine große Stärke von uns, dass wir – selbst als wir noch ganz ganz klein waren – davon überzeugen konnten, dass wir unseren Weg gehen werden, dass es gerechtfertigt ist, uns zu beliefern, als seien wir ein Großkunde." Dieses Bild von der eigenen Vision glaubhaft zu vermitteln, gelang Vater nicht nur bei den Zulieferern, sondern auch bei den Mitarbeitern und bei den Kunden.

Hinzu kam, dass die zur Zufriedenheit der Kunden abgewickelten Aufträge neue nach sich zogen. Jeder Auftrag konnte als Referenz genutzt werden, die weitere und größere Türen öffnete und das Wachstum des Unternehmens vorantrieb.

Doch die ersten Jahre, in denen Vater und Friedrichs von der Schnelligkeit des Erfolgs überrascht wurden, waren trotz der günstigen Umstände am Markt und dem aufgebauten Vertrauen in die Partner, vor allem harte Arbeit. Grundsätzlich kümmerte sich Friedrichs um die Projektabwicklung und -steuerung, Vater um die Kundenakquise. Tatsächlich jedoch ließ sich diese Aufgabenteilung nicht durchhalten, wie sich Vater erinnert: „In den ersten zwei Jahren haben alle alles gemacht. Wir haben sogar die Briefmarken auf die Umschläge geklebt und sind die Baustellen abgefahren. Das waren Zeiten mit 90 bis 100 Stunden Arbeit pro Woche. Und jede Woche hatte sieben Tage. In den ersten zwei Jahren haben wir extrem viel gearbeitet. Existenzgründer, die meinen, sie können von 9 bis 15 Uhr arbeiten..." „Das funktioniert nicht", beendet Friedrichs Vaters Satz nüchtern.

Die Idee vom Kompetenznetzwerk

Trotz des Wachstums war beiden Unternehmern klar, dass der Boom durch den Y2K-Bug nicht lange währen und der Markt schließlich einbrechen würde. „Mitte 1999 haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Fall abfedern können, denn unser oberstes Ziel war es immer, die Arbeitsplätze zu erhalten." Die Lösung zielte auf ein vertikales Wachstums, eine Verbreiterung des Portfolios. Am Standort Hamburg akquirierte man aktiv ein Tochterunternehmen, einen „verantwortlichen Mit-Unternehmer", wie Vater klarstellt, der das Geschäft vor Ort selbstständig verantworten sollte.

So kam 2000 die Vater NetCom GmbH hinzu, die sich um den Geschäftsbereich aktive Netzwerktechnik kümmerte. „Nicht Plug and Play, sondern richtige Maschinen", wie Friedrichs bestimmt betont. Die vertikale Expansion war in der Rückschau die richtige Entscheidung, denn trotz des schrumpfenden Marktes nach dem Abarbeiten der Y2K-Aufträge konnten Mutter- und Tochterunternehmen um 100 Prozent wachsen, während einige Mitbewerber sogar aus dem Wettbewerb verschwanden. Das Wachsen und die Diversifizierung durch Tochterunternehmen war alternativlos, denn Vater und Friedrichs war klar, dass sie eine neue Sparte nicht selbst aufbauen konnten, ohne die eigene Arbeit zu vernachlässigen. „Es wäre uns gar nicht möglich gewesen, uns in weitere Bereiche so weit einzuarbeiten und diese zu beherrschen", erinnert sich Friedrichs. „Wir brauchten jemanden, der als Experte für uns das Tagesgeschäft in der neuen Sparte aufbaut und abwickelt."

Das Prinzip, spezialisierte Teams als Töchter in einer Unternehmensgruppe willkommen zu heißen, ist für die Vater Gruppe zur Philosophie geworden. Über die Jahre hatten Vater und Friedrichs ein Netzwerk aufgebaut und waren in der Branche im Gespräch. Aus Vaters Sicht wurde sein Unternehmen als wachsend, innovativ und die Menschen wertschätzendes Unternehmen wahrgenommen. Dieser gute Ruf war es aus seiner Sicht, was die Teams angezogen hat. „Alle weiteren Tochterunternehmen sind dadurch entstanden, dass Menschen auf uns zugekommen sind, die sich gerne bei Vater einbringen würden und das Portfolio ergänzen konnten", erinnert sich Vater. So kamen nach und nach weitere Gesellschaften dazu. Heute ist es eine Holding-Struktur mit 11 operativen Gesellschaften.
Doch nicht nur das passende Portfolio war wichtig. Stets legten Vater und Friedrichs größten Wert darauf, dass auch die Werte in den Tochterunternehmen passten. „Wir wollten immer ein innovatives, aber auch ein wertschätzendes Unternehmen sein", führt Klaus-Hinrich Vater aus. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man über Wertschätzung und Vertrauen – wie wir beide es ja auch untereinander pflegen – einfach eine sehr gute Leistungsbereitschaft erreicht. Wir wollten und wollen Selbständigkeit zulassen, fordern und fördern. Die Menschen nach ihren Stärken einzusetzen ist etwas, das uns immer ausgezeichnet hat", beschreibt Vater seine Führungslinie.

Ehrenamt wird groß geschrieben

Die gewachsene Sicherheit bot Vater und Friedrichs ab 2009 die Möglichkeit, sich etwas zurückzunehmen, mehr Zeit mit ihren Familien zu verbringen und sich auch außerhalb des Unternehmens zu engagieren. „Es ist für mich wichtig, dass sich Unternehmer ehrenamtlich engagieren und ich bin dankbar dafür, dass meine Kollegen das mittragen. Wir haben daher auch in unseren Führungsgrundsätzen verankert, dass wir unsere Mitarbeiter darin unterstützen, ehrenamtlich tätig zu sein." Bei Vater sind Feuerwehrleute an Bord; Mitarbeiter engagieren sich beim DRK oder auch beim THW. Vater selbst ist unter anderem seit mehr als 30 Jahren bei der Klausdorfer Feuerwehr, im Aufsichtsrat der Wirtschaftsjunioren und seit 2009 auch Präsident der IHK. Im kommenden Jahr will er sich zum Vizepräsidenten des DIHK wählen lassen. „Das das alles so kommt hätte ich vor 20 Jahren nicht für möglich gehalten. Und all das ist nur möglich geworden, weil Uwe Friedrichs mir den Rücken frei gehalten hat und unsere Kollegen das ermöglichen", schließt Vater. Friedrichs lächelt und nickt ihm zu, während er sich ein wenig nach hinten lehnt.

Beim Blick in die Zukunft zeigt sich, dass sich die Prioritäten der Vater Gruppe verschoben haben. Wachstum ist nicht mehr das Maß der Dinge. „Wichtiger ist uns, dass wir uns innovativ weiterentwickeln und in unseren Technologien und Kompetenzen führend bleiben. Wir haben im Norden eine Größe erreicht, mit der man unheimlich viel gestalten und erreichen kann; indem man seine eigenen Mitarbeiter weiter entwickelt und indem man Menschen zuhört und an sich bindet, die Vorstellungen davon haben, wo sich die Welt wie verändert", erklärt Vater. Für die Unternehmer steht gegenwärtig die Frage im Fokus, wie man der Transformation der Wirtschaft begegnen kann. „Diese Transformation wird eine große gesellschaftliche Aufgabe. Wir sind mitten drin in spannenden Zeiten."

Gegenseitiges Vertrauen, aufeinander verlassen können und miteinander arbeiten – das sind die Prinzipien, nach denen Vater und Friedrichs ihr Unternehmen aufgebaut und nach denen sie es weiterentwickelt haben. „Alleine ist man eben nicht viel", schließt Vater.

Foto

Ehrenamt

Ehrenamt wird in der Vater Unternehmensgruppe groß geschrieben. Nicht zuletzt auch durch das vielfältige Engagement durch Klaus-Hinrich Vater. Verständlich, dass ehrenamtliches Engagement in der Gruppe vielfältig gelebt wird. Viele Kolleginnen und Kollegen der Gruppe sind engagiert - vom Sportverein und der Feuerwehr über die Kirche bis hin zur Suchhundestaffel - ist alles dabei.

 

Ehrenamtliches Engagement heißt Verantwortung übernehmen. Carola Döring, Thomas Schlünsen, Martin Hay und Bernd Michaelis stehen stellvertretend für viele Kolleginnen und Kollegen der Vater Gruppe, die sich engagieren. Dabei erhalten sie die volle Unterstützung der Geschäftsleitung.

  • Thomas Schlünsen ist Feuerwehrmann aus Leidenschaft, der bereits als kleiner Steppke dabei war. Lesen Sie »mehr.
  • Martin Hay trägt als Prüfer an der Handwerkskammer Hamburg die Verantwortung für junge Prüflinge. Lesen Sie »mehr.  
  • Bernd Michaelis freut sich, dass ihm für die Ausübung seines Ehrenamtes im Kichengemeinderat des Kirchdorfs Karby Freiraum gewährt wird. Lesen Sie »mehr.

 

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Zwei Worte, die unser Anliegen kurz und bündig auf den Punkt bringen. Denn in einer Zeit, in der IT im Unternehmen ein Selbstverständnis darstellt und Kosten- und Nutzenanalysen den Alltag so manch eines IT-Mitarbeiters bestimmen, muss es manchmal einfach nur ein bisschen mehr sein ...

Für eine langfristige Kundenbeziehung legen wir uns mächtig ins Zeug und trauen uns, auch mal NEIN zu sagen. Denn eines unserer Ziele ist es, für Sie ein Partner Ihres Erfolgs und Fortschritts zu sein.

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Das prägt unser Handeln als inhabergeführte Unternehmensgruppe. Kurze Kommunikationswege machen uns zu einem Partner, der immer persönlich ansprechbar ist.

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Wir machen das, was wir können. Und das mit Leidenschaft. Schließlich haben wir über 3500 Jahre Erfahrung.

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Die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Projekt ist das gemeinsame Verständnis über Ziele und Nutzen. Gerne diskutieren wir sachbezogen um die beste Lösung, wobei Sie sich darauf verlassen können, dass wir sie anschließend gemeinsam in die Tat umsetzen.