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Vernetzung für norddeutsche Künstler

Von Katharina Knieß, atelier

Es ist wieder soweit, der Vater Kunstpreis wird im nächsten Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben, Anlaß genug, über den Preis, den Auslober und dessen Intentionen zu recherchieren. Wichtigstes Ziel der Vater Gruppe ist es, Künstler und Wirtschaft ins Gespräch zu bringen, und das gelingt offenbar sehr gut.

Dass 2011 das Thema Vernetzung lautete, 2013 Alles im (Daten-)Fluss und für den für 2015  ausgeschrieben Vater Kunstpreis Wellen - Die Welt in Bewegung, verwundert nicht mehr, wenn man einen Blick auf die auslobende Firma wirft: Die Vater Gruppe ist ein IT-Dienstleister im Norden Deutschlands mit mehr als 300 Mitarbeitern an den Standorten Kiel, Hamburg und Bremen.

Die Initiative zum Kunstpreis ist ihr „Baby", verrät Regine Schlicht. Die Leiterin Unternehmenskommunikation kommt selber aus der IT, fand aber die Idee spannend, „die der Kunst mit der Welt der Wirtschaft zu vernetzen". Kontakte zu Wirtschaft, Politik und öffentlicher Verwaltung bringt das Unternehmen vor allem aufgrund der Rührigkeit des Geschäftsführers, Klaus-Hinrich Vater, mit, der unter anderem auch Chef der regionalen IHK ist.

Tatsächlich ist die Ausschreibung des mit 2.500, 1.500 und 1.000 Euro dotierten Preises vor allem aufgrund der professionellen Präsentation für Künstler eine interessante Initiative. In der Jury sitzen mit Franziska Stubenrauch eine Künstlerin, Prof. Rainer W. Ernst, dem vormaligen Präsidenten der Muthesius Kunsthochschule, ein Vertreter der FH Kiel, der Journalist Jörn Genoux („Kunst macht das Hirn für's Nachdenken frei") sowie Klaus-Hinrich Vater. Kunst führe „zu neuen Lösungen und damit zu neuer Kreativität", meinte bei der Preisverleihung 2013 Prof. Dr. Bernd Vesper von der FH Kiel. Das ist es auch, was sich die auslobende Firma verspricht. „Die Preisverleihung mit anschließender Ausstellung bietet die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und gemeingemeinsam neue Ideen und Projekte entstehen zu lassen", resümiert der Geschäftsführer. Konsequenter Weise ließ Vater die Preisverleihung im Rahmen eines Industrieprojektes von zwei Studierenden des Fachbereichs Medien der FH Kiel eine multimediale Reportage über den Vater Kunstpreis erstellen.

Den ersten Preis gewonnen hatte der in Hamburg lebenden Künstler Ralf Ritter, der sich mit der dreiteiligen Fotoarbeit Crawler 1-111 beworben hat. Auf den zweiten gelangte Gagballbaby Netzwerk des Kieler Künstlers Rolf Triloff ausgezeichnet, den dritten Platz belegte Sascha Kayser für sein fotorealistisches Gemälde Anonym. Dass sich im Startjahr 2011 noch 225 Künstler mit 298 Kunstwerken bewarben, resultierte aus dem Ausschreibemodus: International wurde eingeladen beim ersten Mal – doch mit einer solch großen Resonanz hatte niemand gerechnet. 2013 wurde bereits auf die Region Norddeutschland - Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg- Vorpommern - eingeengt, dennoch kamen 101 Künstlerinnen und Künstler ins Rennen mit insgesamt 107 Arbeiten. Aus diesen grundsätzlich digital oder ausgedruckt eingereichten Arbeiten wählt die fünfköpfige Jury die Finalisten aus. „Weil es Übereinstimmungen gab beim vergangenen Mal, waren es dann nur noch 19", also eine überschaubare Anzahl. Von denen fordert Regine Schlicht die Originalwerke an. Im Jurygespräch führe Franziska Stubenrauch immer wieder vor Augen, „wie Kunst funktioniert". Klaus-Hinrich Vater frage dann auch öfter mal überrascht nach: .Frau Stubenrauch, was entdecken Sie alles in diesem Bild?" Aus diesem Grund ist die Initiative im Bereich Unternehmenskommunikation konsequent angegliedert. Ins Gespräch wolle man kommen – wozu auch die Kontaktaufnahme und -pflege zu Künstlern, die sich schon einmal beworben haben, der Austausch mit dem BBK Schleswig Holstein, den Fachhochschulen und Hochschulen sowie mit Verena Voigt, einer Fachfrau für Kulturkommunikation, kontinuierlich beitragen. Zudem werden Nachrichten dazu auf der Firmen-Webseite, in den Vater News, dem hochwertigen Kundenmagazin der Vater Gruppe, das direkt an Wirtschaft und Unternehmen geht sowie über regionale Medien wie die Kieler Nachrichten verbreitet.

Apropos: Die Einreichfrist für den Vater Kunstpreis 2015 ist der 27. Februar 2015. Angefragt sind wieder Bilder, die sich an der Wand anbringen lassen, also keine Skulpturen oder Multimedia, denn „das sprengt einfach unseren Rahmen, Räumlichkeiten und die Ausstellungstechnik", erklärt die Unternehmenssprecherin.

Am 6. Mai wird der Preis verliehen und vom 8. bis 25. Mai werden im Atelierhaus im Anscharpark Kiel die Arbeiten der 25 Finalisten öffentlich ausgestellt.

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