ERP/SAP-Referenz - SAP im Mittelstand

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Keine Angst vor großen Herausforderungen

SAP®-Projekt beim Mittelstandsunternehmen Raytheon Anschütz.

Zu groß, zu komplex, zu teuer: SAP®-Projekte im Mittelstand gelten als Herausforderung für jedes Unternehmen. Komplizierte Einzelprozesse müssen oftmals über Monate zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden, Projektteams koordiniert und die Budgetplanungen im Auge behalten werden. Dass dieser Kraftakt dennoch ohne große Reibungsverluste gelingen kann, zeigt das Projekt PLuS (SAP® in Produktion, Logistik und Auftragsabrechnung) bei der Raytheon Anschütz GmbH (RAN) in Kiel. Eine Erfolgsgeschichte.

Die Produktstruktur des führenden Systemanbieters von Navigationsanlagen, Kommunikations- und Brückensystemen für Handelsschifffahrt und Marine ist komplex, der Auftrag für das Vater ERPteam entsprechend anspruchsvoll. „Alle Prozesse von der Materialwirtschaft über Produktionsplanung bis zur Produktkostenrechnung werden im Projekt betrachtet", berichtet Frank Schröder, Geschäftsführer des Vater ERPteams. Lediglich die Vertriebsabwicklung verbleibt im Altsystem, wird aber durch eine Schnittstelle mit dem neuen verbunden. Dabei musste das Projektteam drei „Spannungs¬felder" im Auge behalten, die nach Schröders Erfahrung bei SAP®-Projekten dieser Größenordnung entscheidend sind: die Auswahl der richtigen Prozesse aus einer Vielzahl von Möglichkeiten, die „Chemie" zwischen externen Beratern und Mitarbeitern im Projektteam sowie die Integration aller Einzelprozesse zu einer optimalen Gesamtlösung.
Auch für Raytheon Anschütz fand das Vater ERPteam eine maßgeschneiderte Lösung. Während die Module für das Finanzwesen sowie für Teile des Controllings und der Materialwirtschaft bereits eingeführt waren, wurden im Projekt PLuS das Projektsystem (PS), die Lagerverwaltung (WM), Produktionsplanung und -steuerung (PP) sowie die Absatzplanung (SCM APO DP) und die Produktionsplanung (SCM APO PP/DS) ergänzt. Der Bereich Controlling wurde durch Komponenten für Produktkostenrechnung (CO-PC) und Material Ledger (CO-ML) erweitert.
Mit der Planungstiefe im SAP® Advanced Planner & Optimizer (APO) kann die Raytheon Anschütz GmbH künftig Kapazitäten im komplexen Planungsprozess einsparen und viel genauer planen. Dies gilt sowohl für den Bereich der Absatzplanung als auch für die Produktionsfeinplanung. Um die Ist-Kosten eines Projektes zu erfassen, haben die RAN-Mitarbeiter im Controlling bisher sehr viel Zeit in die Erhebung der Daten investieren müssen, weil die alte Software solche Prozesse nicht gut unterstützt hat. Das ist nun Vergangenheit: Durch den Einsatz des Material Ledgers werden die Daten im SAP® künftig automatisch zusammengestellt. „Die gewonnene Zeit nutzen die Mitarbeiter nun gezielt zur Datenanalyse. Dadurch können Projekte sehr viel effektiver und kostenoptimierter gesteuert werden", erklärt Frank Schröder.
Das Vater-Team setzte bereits in der Implementierungsphase auf zeitnahe Tests. Nichts ist ärgerlicher, als erst nach sechs Monaten während des Integrationstests festzustellen, dass aufwendige und damit teure Korrekturen anstehen. Mit dem agilen Projektmanagement – so wird das Konzept genannt, das vor allem auf Flexibilität, Anpassung und enge Abstimmung der Mitarbeiter setzt – hat das Projektteam die Weichen dafür gestellt. Nachdem die Abläufe dreimal durchgespielt und durch eine intensive Testphase abgeschlossen worden sind, hat das ERPteam in einem End-to-End-Test überprüft, ob alle Prozesse und Funktionen integrativ laufen. „Damit wollten wir kostspielige Korrekturen nach Produktivstart vermeiden", betont Frank Schröder.
Auch das Vorurteil „zu teuer" bestätigte sich am Ende der 18-monatigen Projektlaufzeit nicht. Bei der Budgetüberprüfung zeigte sich, dass einfache Prozesse viel Aufwand - und somit Kosten - sparen. So waren bereits eingeplante individuelle Erweiterungen durch geschickten Einsatz des SAP® Standards nicht mehr notwendig. Lediglich bei der Schnittstelle zwischen der Vertriebsabwicklung im Altsystem und dem SAP® PS musste nachgebessert werden. „Aber wir begrüßen es sehr, dass wir diesen Umstand so früh festgestellt haben und darauf reagieren konnten", freut sich RAN-Projektleiter Dirk Sann. Rückblickend müsse man feststellen, dass die agile Projektvorgehensweise für das Unternehmen ideal gewesen sei. „Wir müssen jedoch zugeben, dass wir in den ersten beiden Phasen noch mehr in Funktions- und Prozesstests hätten investieren sollen." Dadurch wurde ein sehr intensiver End-to-End-Test erforderlich. Das werde man im nächsten Projekt berücksichtigen.

kontakt

Frank Schröder
0431 20084-401
fschroeder@vater-gruppe.de

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