Elektrotechnik-Referenz - Hotel Großprojekt

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Von Bretterbuden und Textilkabeln

Elektrotechnik für das Beach Motel und die Bretterbude.

Ein ambitioniertes Hotel-Großprojekt, eine Baufläche von 18.800 Quadratmetern direkt am Strand und insgesamt rund 560.000 Meter Strom- und Datenleitungen: In Heiligenhafen entstehen das neue Beach Motel mit zehn Appartementhäusern und das Hotel „Bretterbude" mit 81 Zimmern und zusätzlichem Shop-Gebäude. Die Inhaber und Investoren setzen auf Elektrotechnik von der Vater.

Lampen im Retro-Design hängen von der Decke, Möbel mit Vintage-Lackierung füllen die Räume. Graffitis zieren die frisch gestrichenen Wände und Leiterkabel mit roter Stoffummantelung schlängeln sich über den Putz. Beim Betreten der noch unfertigen Hotelzimmer der Bretterbude wird schnell deutlich: Hier entsteht etwas Außergewöhnliches. Die Inhaber und Architekten haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und über mehrere Jahre geplant.

Doch wie wird ein solches Projekt auf der Großbaustelle umgesetzt?

Christian Schuster von der Vater KNS energy GmbH ist als Projektleiter für die Planung und Umsetzung der Elektrotechnik verantwortlich. Baubesprechungen, Bestellungen und die Überwachung gehören zu seinen Aufgaben. Sein Vater-Kollege Andreas Rohleder kümmert sich um die Koordination unter den Monteuren. Einer allein könne das nicht schaffen, sagt Christian Schuster. Bei einem so großen Projekt sei die Abstimmung mit allen anderen Gewerken besonders wichtig. „Wir als Elektriker müssen oft warten, bis die anderen Gewerke mit deren Arbeit fertig sind. Da ist Flexibilität gefragt", weiß der Projektleiter. Sieben Mitarbeiter von Vater sind vor Ort auf der Baustelle – die Dimension des Projekts ist auch für die erfahrenen Monteure etwas Besonderes. „Die Masse an Kabeln unterscheidet das Projekt natürlich von kleineren. Hier gibt es nur Trommeln mit 500 Metern Kabel, das ist bei Einfamilienhäusern anders", sagt Elektriker Alexander Kunow.
Aber nicht nur die Planung und das Verlegen sämtlicher Strom- und Datenleitungen liegen in der Verantwortung der Vater-Mitarbeiter – sondern auch die Betreuung der Brandmelder und die Installation der Notbeleuchtungsanlage. Eine LED-Notbeleuchtung und beleuchtete Fluchtwegschilder auf jedem Flur markieren den schnellsten Weg aus dem großen Hotelkomplex. Das System ist etagenweise betrieben und wird bei Stromausfall für mindestens acht Stunden über Akkus gespeist. Hoteldirektor Matthias Empen ist hochzufrieden mit dem Team der Vater KNS energy: „Bei einem so großen, schwierigen Projekt gibt es immer wieder Änderungen und inzwischen ganz viele verschiedene Pläne – wie flexibel und professionell das Team von Vater darauf reagiert, ist großartig."
Die Bretterbude hat ein jugendlich-sportliches Flair. Direkt am Strand gelegen, sollen das Hotel und das benachbarte Beach Motel Urlauber, Surfer und Wellness-Gäste beherbergen. Der Blick aus den Fenstern geht direkt auf den Strand, eine Seebrücke, ein paar Katamarane. Während im Beach Motel auch Appartements mit drei Zimmern zu buchen sein werden, setzt die Bretterbude vor allem auf gut durchdachte Ausstattung auf wenig Raum: Ein kleines Zimmer heißt hier nicht Zimmer, sondern „Butze". Die größeren Suiten werden von verschiedenen Firmen und Trend-Marken ausgestattet: So ragt in der Fritz-Cola-Suite ein hölzerner Schiffsbug aus der oberen Etage mitten in den Raum – auch eine kleine Kletterwand haben die Gäste in ihrem Zimmer. In der Suite der Wohltätigkeitsorganisation Skate-aid hat man Türgriffe durch Skateboard-Teile ersetzt, das Modelabel Cleptomanicx lockt mit einem Schlaf-Boot als Bett und einem alten Steuerrad als Tisch, das Musiklabel Audiolith Records aus Hamburg stattdessen mit schwarzen Wänden und Schwarzlicht im Badezimmer.
Bei solch speziell ausgestatteten Hotelzimmern gibt es auch Herausforderungen bei der Elektroinstallation: Das Zusammenbauen der Designer-Lampen gehört ebenso dazu wie die Anbringung der schwarzen Bakelit-Aufputzdosen und der Drehlichtschalter in 60er-Jahre-Optik. „Beim Installieren solch spezieller Elemente braucht man ruhige Hände und darf keine allzu großen Finger haben", sagt Elektriker Alexander Kunow und lacht, während er seine vergleichsweise großen Hände betrachtet, „aber wir unterstützen uns immer gegenseitig und können uns aufeinander verlassen." Auch die Aufputz-Verlegung der roten Textilkabel erfordert Können: Wird die Nagelschelle zum Befestigen des Kabels falsch in die Wand geschossen, platzt der Putz auf. Wenn etwas besonders sein soll, kostet das eben Zeit. Was außerdem viel Zeit kostet, sind die kleinen und größeren Fehler, die auf jeder Baustelle passieren. Christian Schuster erzählt: „Als die Klempner in einem der Appartementhäuser eine Kernbohrung durchgeführt haben, wurde ein Kabelschacht mit unseren neu verlegten Leitungen beschädigt. Da konnten wir die Arbeit gleich ein zweites Mal machen."

Mit einer professionellen Ausarbeitung und realistischen Einschätzung der Arbeiten hat sich Björn Jürgensen, Geschäftsführer der Vater KNS energy, in der Ausschreibung des Generalunternehmers für den Großauftrag durchgesetzt. Bei den Bauherren stehen die Kollegen von Vater hoch im Kurs, weiß Projektleiter Christian Schuster: „Die wissen: Wenn wir kommen, dann können sie sich ganz sicher auf ein gutes Ergebnis verlassen." Der Zeitplan für das Team ist ambitioniert – im August befanden sich große Teile des Beach Motels noch im Rohbau-Zustand, Ende des Jahres sollen hier die ersten Gäste begrüßt werden. Die Mitarbeiter der Vater KNS energy aber sind zuversichtlich und motiviert. Eine Belohnung vom Inhaber gibt es auch: In der Woche vor der offiziellen Hotel-Eröffnung werden alle Handwerker dazu eingeladen, die neue Bretterbude zu testen. Und einer Sache ist sich Projektleiter Christian Schuster sicher: Für die Vater KNS energy werden die Hotels nicht das letzte Großprojekt dieser Art sein.

Fakten:

  • Planung, Projektierung und Vernetzung einer flächendeckenden Brandmeldeanlage gemäß vorliegendem Brandschutzkonzept über das gesamte Areal von 4 Hotels und 9 Apartmenthäusern inkl. mängelfreier Sachverständigenabnahme
  • Planung, Projektierung und Vernetzung einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage (Sibe) bestehend aus ca. 70 Kompaktanlagen gemäß vorliegendem Brandschutzkonzept über das gesamte Areal von 4 Hotels und 9 Apartmenthäusern inkl. mängelfreier Sachverständigenabnahme
  • Aufbau eines strukturierten Datennetzwerks über das gesamte Areal, bestehend aus Glasfasernetz im Außenbereich und Kupferverkabelung in allen Hotel- und Apartmenthausanlagen ca. 30 Datenschränke, 1200 Datenports bei ca. 60km Datenleitung
  • Elektroinstallationsverkabelung bei ca. 7500 Installationsendgeräten (Schalter, Steckdosen, etc.), ca. 500 KM Schwach- und Starkstromleitung
  • Starkstromverteileranlagen von 63A bis 1250A ca. 45 Stck., allein die Küchentechnik benötigt eine Gesamtleistung von 560kW
  • Verkabelung und Inbetriebnahme-Unterstützung von Medientechnik für Konferenzräume und Beschallungsanlagen
  • Aufbau und Verkabelung von Lichtsteuersystemen bei individuell angepassten Beleuchtungsanlagen im Außen- und Innenbereich

 

kontakt

Thomas Sell
0431 79966-44
tsell@vater-gruppe.de 

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