Datentechnik-referenz - highspeed im datenverkehr

highspeed im datenverkehr

Vater KNS energy unterstützt den Bau einer Luxus-Yacht im Bereich Datentechnik.

Die Sonne versucht sich am Regenwolken-verhangenen Himmel durchzusetzen. Einzelne Strahlen schaffen es und tauchen das Gelände in ein unwirkliches Licht. Noch durch die Sicherheitszone und wir stehen auf dem Werftgelände. Eine Halle reiht sich an die nächste. Zum Teil verbunden mit Schienen, auf denen sich schwere Kräne bewegen. Mehr ist nicht zu sehen. Hier also – mitten im Herzen Schleswig-Holsteins - entstehen Yachten der Luxusklasse. Und unsere Kollegen der Vater KNS energy sind im Bereich Datentechnik dabei.

Lego für Große

Wir folgen der Produktionsstrecke. Begegnen uns am Anfang große Stahlplatten, so wird es immer kleinteiliger – bis alles erneut zu einem Ganzen zusammengeschweißt wird – sogenannten Sektionen. Diese Sektionen sind wiederum nur einzelne Bauabschnitte, die schlussendlich das Schiff ergeben. „Wie Lego in großen Dimensionen", erläutert Object Manager Thomas Winterboer, der uns den Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Im Trockendock bekommen wir einen Eindruck, was eine Werft unter „Lego" versteht. Der Rohbau der Mega-Yacht, die hier gerade entsteht, führt uns die Größendimension vor Augen. Vorsichtig folgen wir Herrn Winterboer ins Innere des Rohbaus. Gerade aus, links, rechts, links – und wir stehen in der zukünftigen Wäscherei. Die Industriewaschmaschinen stehen bereits drin, wenn auch in stabilen Holzkisten verpackt. Während sie für uns gefühlt nur im Weg stehen und die Arbeiter behindern, ist die Erklärung von Thomas Winterboer schlüssig. „Großes Gerät wie Industriewaschmaschinen müssen beim Zusammensetzen der Sektionen bereits in den entsprechenden Sektionen platziert werden, weil man später keine Chance mehr hätte, diese dorthin zu transportieren. Dafür sind die Gänge und Treppen zu eng."

Jedes Schiff ein Unikat

Wir machen uns auf zum Schwimmdock, das wir nur durch eine erneute Sicherheitskontrolle betreten können. Konstante 26 Grad empfangen uns. Unter der Hallendecke wird ein Kondensat in den Raum geblasen. So werden optimale Klimabedingungen für die Materialien, die hier verarbeitet werden, geschaffen. Noch in diesem Jahr soll die Mega-Yacht, an der hier gearbeitet wird, ausgeliefert werden. Entsprechend fortgeschritten ist der Bau. Mehrere Decks ragen majestätisch über uns auf. Swimming-Pool, Teesalon, Eignerbalkone oder Hubschrauberlandeplatz – die individuellen Ideen und Designs sind beeindruckend. „Geht nicht" – gibt es hier nicht. Jedes Schiff ist ein Unikat und wird maßgeschneidert für den Kunden geplant, designt und gebaut. Verständlich, dass im Yachtbau der Luxusklasse Diskretion und Verschwiegenheit oberstes Gebot ist.

Auf die Daten, fertig, los

Ein Heer an Gewerken sorgt dafür, dass der Zeitplan beim Bau der Luxusyacht eingehalten wird. An Bord geht es zu wie in einem Ameisenhaufen. Nur in einer Ecke ist von der geschäftigen Dynamik nichts zu spüren. Konzentriert hält ein Mann ein Glasfaser-Kabel in der Hand, setzt das Absetzwerkzeug – ähnlich einer Zange - an und sein Kollege zieht vorsichtig, um die innere Faser ja nicht zu beschädigen, die Ummantelung ab. Kabel um Kabel, Faser um Faser. „Glasfaser ist extrem empfindlich", so Jürgen Francke, Projektleiter der KNS energy. Das Handling benötigt Zeit und Erfahrung. Und das haben die Kollegen der KNS energy. Anschließend werden die hauchfeinen Einzelfasern verschweißt. Man spricht auch von Spleißen. Inklusive der sorgfältigen Vorbereitung spleißen die erfahrenen Glasfasermonteure von Vater ca. 100 Fasern an einem Tag. Die fertigen Spleiße werden nach einer abschließenden Messung in Spleißboxen untergebracht.
Aufgrund der umfangreichen Medien- und Entertainmentausstattung der Yacht befinden sich auf jedem Deck Unterverteiler mit 19"-Spleißboxen. Dazu kommen weitere 19"-Spleißboxen im zentralen IT-Raum. In Summe sind also 22 LC-Quad 19"-Spleißboxen mit 48 bis 96 Fasern zu installieren. Das macht 1672 zu spleißende Fasern.
Weiterhin gibt es 57 im gesamten Schiff verteilte sogenannte Cabin Boxes, in denen ebenfalls Spleißarbeiten an bis zu 8 Fasern auszuführen sind.

Projektleiter Winterboer schätzt die vertrauensvolle und zuverlässige Zusammenarbeit mit Vater. „Es war nicht das erste und es wird nicht das letzte gemeinsame Projekt sein", schließt der den Rundgang ab.
Wir sagen vielen Dank für diese tollen Einblicke hinter die Kulissen!

 

Die Verarbeitung der Glasfasern ist eine detailreiche und feinfühlige Arbeit. Wir haben unserem Spezialisten Günter Wiegert über die Schulter und auf die Hände geschaut. Zum Video auf Youtube.

 

kontakt

Jürgen Francke
Tel. 0431 79966-22
jfrancke@vater-gruppe.de 

netzwerk- und elektrotechnik

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