Competence center Referenz - SharePoint-Entwicklung

Referenz Microsoft SharePoint

Innovation ist der Antrieb

Entwicklung einer Motorenakte für Neander Shark auf Basis von Microsoft SharePoint und WEBCON BPS

Wie schafft man eine bedarfsgerechte IT-Lösung für ein innovatives Produkt, das noch gar nicht auf dem Markt ist? Ohne Erfahrungswerte und Ankerpunkte war dies eine spannende Aufgabe für das Vater ERPteam. Wenn die Neander Shark GmbH in diesem Jahr mit ihrem einzigartigen Turbodiesel-Außenbordmotor in Serie geht, verfügt sie über eine Software-Lösung, die so innovativ und dynamisch ist wie ihre Technologie – beides „made in Kiel".

Werftbahn 8 – schon die Adresse klingt inspirierend. Die „W8 Kultschmiede Kiel" ist ein Sammelbecken für die kreative Szene Kiels. Hier arbeiten auf rund 3600 Quadratmetern Künstler, Fotografen, Designer, Mediengestalter, Comiczeichner und andere schöpferische und ideenreiche Berufsgruppen zusammen. Überregionale Aufmerksamkeit erlangte die legendäre Fabrikhalle auf der Ostseite der Hörn durch Comic-Held „Werner", beinharter Rocker, der hier von Zeichner „Brösel", alias Rötger Feldmann, das Motorradfahren lernte. Hierdurch inspiriert wurde Neander im Jahre 2003, mit dem Start einer Kleinserienentwicklung des weltweit ersten Turbodieselmotorrads, gegründet! Einer dieser „Renndieselchopper" steht heute ganz real als schmucker Blickfang in den Büroräumen der Neander Shark GmbH – ausgerüstet mit einem nahezu vibrationsfreien Turbodiesel-Motor mit Doppelkurbelwellentechnologie.

 

Eine Weltneuheit aus Kiel

Mit dieser Technologie hat Neander eine Weltneuheit entwickelt, für die die Interessenten schon vor der Marktreife Schlange stehen: Ein leistungsstarker, kompakter Turbodiesel-Außenbordmotor für gewerblich genutzte Boote wie Fischer- und Tenderboote oder Wassertaxen. „Ein herkömmlicher Diesel erzeugt normalerweise solch hohe Vibrationen, dass er für einen Einsatz als Außenbordmotor an einem Boot nicht geeignet ist, bzw. keinerlei Fahrkomfort mehr vorhanden ist", erklärt Björn Thomsen, Leiter Finanzen und Controlling. Durch das patentierte Doppelkurbelwellen-Design von Neander ist ein nahezu schwingungsfreier Lauf des Außenborders mit 50 PS garantiert. Lange Lebensdauer und hohe Betriebssicherheit sind weitere Faktoren, die schon jetzt bei Händlern rund um den Globus Begehrlichkeiten wecken.
Um die Innovation marktreif zu machen, wurde 2009 die Neander Shark GmbH als hundertprozentige Tochter der Neander Motors AG gegründet. Entwickelt wird in Kiel mit einem 24-köpfigen, hoch motivierten Team von Projektingenieuren, Konstrukteuren, Produktmanagern und anderen spezialisierten Fachkräften. Für alles andere hat sich Neander international erfahrene Partner ins Boot geholt: Für die Produktion ist das italienische Unternehmen Selva Marine in Tirano zuständig, Prüfstandsarbeiten erfolgen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München und den internationalen Vertrieb übernimmt Yanmar Europe mit Sitz im niederländischen Almere. Dort wird auch das Zentrallager sein. „Die Prototypenphase ist sehr erfolgreich abgeschlossen und nun werden zurzeit zehn sogenannte Validierungsmotoren in Dauerlauftests unter anderem auf dem Comer See getestet", erklärt Thomsen. Läuft alles gut, soll die Serienproduktion im dritten Quartal 2016 starten. Geplant ist eine Stückzahl von bis zu 5000 Motoren pro Jahr. „Es wird nicht das Problem sein, den Motor auf den Markt zu bringen, sondern anfänglich, ihn in ausreichender Stückzahl anbieten zu können, um die Nachfrage zu befriedigen", sagt Björn Thomsen.

 

Mit einer Motorenakte für die Zukunft gerüstet

Das Neander-Team gibt Gas, auch was die IT betrifft. Denn eines wurde schnell deutlich: „Wir sind an einem Punkt, an dem wir nicht mehr alles mit Word und Excel regeln können – wir brauchen eine Software, die unsere zukünftigen Prozesse unterstützt." Dazu mussten Frank Schröder, Geschäftsführer des Vater ERPteams, und seine Mitarbeiter zunächst intensiv bei der Entwicklung der künftigen Geschäftsabläufe und Prozesse unterstützen. „Die Schwierigkeit dabei war, dass es sich bei dem Motor um ein ganz neues Produkt handelt und noch keine Erfahrungswerte vorliegen", sagt Schröder. Eine standardisierte ERP-Lösung erwies sich bei genauer Analyse der Anforderungen als nicht ausreichend, da der gesamte Lebenszyklus der Motoren abgebildet werden soll. „Wir brauchten also ein zweites System für die Motorenakte, auf die später alle Entwickler und Hersteller - vor allem aber das internationale Händlernetzwerk - Zugriff haben." Schließlich soll später auch der Service stimmen.
Die Lösung: Eine Web-Anwendung, auf die jeder zu jeder Zeit Zugriff hat. Immerhin will Neander Shark ins tiefe Wasser des Weltmarktes springen – da muss man auch die Zeitverschiebungen berücksichtigen. Während für die logistische Abwicklung ERP als Standard passte, musste für die Motorenakte eine andere Lösung gefunden werden. Und die heißt Microsoft SharePoint, ergänzt durch WEBCON BPS - eine umfassende skalierbare Lösung, um Geschäftsprozesse und Dokumente zu managen. „Damit sind wir sehr flexibel", freut sich Björn Thomsen über das Baukastensystem, das mit den Prozessen wachsen und angepasst werden kann. SharePoint bietet die Plattform, die Neander Shark für das gemeinsame Dokumentenmanagement und die Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen braucht. „Alle Geschäftsprozesse werden visuell abgebildet", erklärt Frank Schröder. „Sie sind für alle Beteiligten sichtbar und wir können gemeinsam damit arbeiten."
Ein weiterer Pluspunkt für Neander: Da das Kieler Unternehmen keine IT-Infrastruktur hat, mit dem die Ansprüche an Verfügbarkeit und Flexibilität garantiert werden können, nutzt es die Vater Business Cloud. „Wir brauchen vor allem für die Motorenakte eine Hochverfügbarkeit, das können wir hier ohne eigenen Serverraum gar nicht leisten", betont Björn Thomsen. Ein schnelles Wachstum könnte durch die flexible Skalierbarkeit in der Cloud jederzeit abgedeckt werden. Frank Schröder freut sich nicht nur darüber, dass das Vater-Team für eine Anforderung mit vielen Unbekannten eine individuelle Lösung entwickeln konnte. „Es ist nicht nur ein tolles Gefühl, etwas gemeinsam aus Norddeutschland in die Welt zu schicken, sondern auch den Motor auf der Kieler Förde bei einer gemeinsamen Schiffstour zu erleben. Das macht einfach Spaß!"

 

kontakt

Philipp Brezicki
0431 20084-200
pbrezicki@vater-gruppe.de

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