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COVID-19 beeinflusst unser aller Leben. Auch die Wirtschaft muss sich einer schweren Zeit mit bislang völlig neuen Herausforderungen stellen. Dabei trifft es manche Branchen härter als andere –die Personaldienstleistungsbranche ist eine davon. Aus diesem Grund haben wir ein Interview mit Henning Heinemann und Sascha Lucht geführt, Geschäftsführer der Vater pcs GmbH, ein Unternehmen der Vater Unternehmensgruppe, das sich auf das Thema Personaldienstleistung spezialisiert hat. Die beiden berichten uns über Ihre Herangehensweisen an die Krise in der Personaldienstleistungsbranche.

Welchen Herausforderungen musste sich die Personaldienstleistungsbranche durch COVID-19 stellen?
Henning Heinemann: Besonders der Bereich der Arbeitnehmerüberlassung ist von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Je nach Branche gibt es enorme Nachfragerückgänge oder ganz im Gegenteil sogar Auftragsspitzen, die personell gedeckt werden müssen. Vor allem im Bereich der verarbeitenden Industrie wurden durch den „Lockdown“ im Frühjahr 2020 die Beschäftigungen binnen weniger Tage auf ein Minimum heruntergefahren und Zeitarbeiter abgemeldet. Auch unsere Mitarbeitenden im externen Einsatz blieben davon nicht verschont. Neben der Personaldienstleistung merken wir zudem im Bereich Personalberatung einen Nachfragerückgang. Denn viele Unternehmen kämpfen mit den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise. In solchen Situationen werden auch Dienstleistungen im Bereich der Personalberatung weniger nachgefragt. Für uns gilt es deshalb Wege zu finden, wie wir unsere Kunden noch besser und zielführender unterstützen können.  

Welche Maßnahmen hat die Vater pcs GmbH ergriffen, um sich der Krise bestmöglich zu stellen?
Sascha Lucht: Der Beschleuniger der COVID-19-Krise ist die – in Deutschland eher schleppend vorangeschrittene - Digitalisierung des Arbeitsplatzes. Wir haben glücklicherweise schon weit vor Ausbruch von COVID-19 begonnen, die Voraussetzungen für mobiles Arbeiten - wie sichere IT-Infrastruktur, geeignete Hardware und Datenschutzkonzepte - zu schaffen. Deswegen waren wir seit Tag 1 des „Lockdowns“ direkt einsatzfähig und konnten sicherstellen, dass unsere Beschäftigten, Bewerbenden und Kunden auch weiterhin gut betreut werden. Dienstleistungen, die auf digitalem Wege umsetzbar waren, wie zum Beispiel Bewerbungsgespräche oder Auswahlverfahren, konnten weiterhin stattfinden. Zusätzlich haben wir ein strenges Hygienekonzept entwickelt, welches uns ermöglicht einen sicheren persönlichen Kontakt mit Beschäftigten, Bewerbern und Kunden herzustellen – denn nicht alle Angelegenheiten lassen sich nun mal über digitale Kanäle abbilden. 

Wie sieht es mit der Sicherung von Arbeitsplätzen aus?
Henning Heinemann: Durch den Nachfragerückgang in der Arbeitnehmerüberlassung standen viele unserer Beschäftigten plötzlich ohne eine Einsatzmöglichkeit da. Da eine Neuvermittlung aufgrund des wirtschaftlichen „Lockdowns“ kaum möglich war, mussten neue Alternativen gefunden werden, um zumindest die Sicherung von Arbeitsplätzen zu garantieren. Umso dankbarer sind wir, dass die Politik die Möglichkeit der Kurzarbeit -auch für die Zeitarbeitsbranche- geschaffen hat. Kurzarbeit ist ein hervorragendes Instrument, wodurch es uns möglich war, alle Arbeitsplätze zu erhalten. Bei unseren Beschäftigten haben wir das Thema Kurzarbeit von Anfang an offen und ehrlich kommuniziert. Transparenz war uns in dieser schwierigen Zeit sehr wichtig. Uns ist bewusst, dass sich unsere Mitarbeitenden durch die Kurzarbeit einschränken müssen - trotzdem sind wir froh, ihre Arbeitsplätze erhalten zu können. Wir sind sehr dankbar darüber, so großartige und verständnisvolle Menschen in unserem Team zu haben und geben unser Bestes, für alle schnellstmöglich eine neue Einsatzmöglichkeit zu finden. 

Welche Chancen haben sich durch die Krise ergeben?
Sascha Lucht: Grundsätzlich bleibt der Markt der Arbeitnehmerüberlassung in Bewegung und darauf gilt es flexibel zu reagieren und sich den Marktgegebenheiten anzupassen. So werden manche Branchen gerade in der Krise verstärkt das Instrument der Arbeitnehmerüberlassung nutzen, um Auftragsspitzen abarbeiten zu können, wogegen manche Branchen aufgrund von Lieferengpässen ihre Produktion herunterfahren und so auch ggf. vorhandene Zeitarbeitnehmer abmelden. Zukünftig ist wegen der eher wirtschaftlich unsicheren Planbarkeit zudem davon auszugehen, dass Unternehmen tendenziell eine defensivere Personalpolitik einschlagen werden und so eher auf Zeitarbeit setzen, als Personal direkt einzustellen. Wir bei der Vater pcs GmbH haben die Zeit des „Lockdowns“ auch dafür genutzt, unser Dienstleistungsportfolio zu überarbeiten und weiterzuentwickeln. In Kürze werden wir unseren Kunden weitere interessante Dienstleistungen anbieten können, die weit über das Thema Arbeitnehmerüberlassung hinausgehen. Und last but not least hat die Krise für uns auch etwas Gutes hervorgebracht. So werden wir eine Partnerschaft mit einem bekannten Marktbegleiter eingehen, um noch schlagkräftiger am Markt agieren und unsere Kunden noch umfassender bedienen zu können. 
 
Wo steht die Vater pcs GmbH jetzt?
Henning Heinemann: Als Teil der Vater Unternehmensgruppe profitieren wir von der wirtschaftlichen Stärke und Netzwerkausrichtung der Gruppe und haben deshalb ein stabiles Fundament, welches uns auch in schwierigen Phasen stützt. Dadurch können wir sowohl unseren Beschäftigten als auch Kunden Sicherheit bieten.  

Sascha Lucht: Trotz der COVID-19-Krise besteht nach wie vor ein Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt! Viele Unternehmen werden nach dem „Lockdown“ wieder Fahrt aufnehmen und brauchen dazu geeignetes Fachpersonal. Für uns bedeutet das: Es gibt auch weiterhin sehr viele Anfragen von unseren Kunden, die auch zukünftig Personal suchen und so freuen wir uns auch weiterhin über viele spannende Bewerbungen! Wir haben hervorragende Kontakte zu attraktiven Arbeitgebern und Jobs mit tollen Perspektiven, die es unter anderem im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassung zu besetzen gilt.

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