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IT bringt Windkraft in eine neue Dimension

Vielleicht ist es gerade der intelligente Einsatz von Informationstechnologien, der die regenerativen Energien endgültig erwachsen macht. Beim Offshore-Kraftwerk BARD Offshore 1 jedenfalls bleibt nichts dem Zufall überlassen. Steuerung, Wartung, Überwachung und das wirtschaftliche Controlling sind minutiös geplant und professionell gelöst.

Leitstelle - Jörg Schippmann, Oliver Becker, Jens Weiden

(v.l.n.r.: Jörg Schippmann - Vater Gruppe, Oliver Becker - BARD, Jens Weiden - Vater Gruppe)

Strom für die Zukunft erzeugt man mit Zukunftstechnologien. Von der Mobilfunkantenne über das ERP-System bis zur Leitwarte: Auch Windmühlen kommen heute nicht mehr ohne IT aus. Umso weniger ein Windkraftwerk wie BARD Offshore 1, das im ersten Stepp in der Nordsee immerhin 400 Megawatt Strom produzieren soll. Das ist viel Strom, der da gemessen, umgewandelt, eingespeist und überwacht werden will. Strom, der nachvollziehbar zuverlässig fließen soll, auf den sich Energieversorger wie Verbraucher verlassen sollen und der auch unter wirtschaftlichen Aspekten ein konkurrenzfähiges Produkt sein muss. Genau diese Eigenschaften – Effizienz und Sicherheit -machen den Unterschied: „Offshore“, erklärt Oliver Becker, IT Chef von BARD, „das heißt aus Sicht der IT vor allem Fernwarten und Fernsteuern, um Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten“. Ausfälle und Schwankungen in der Strommenge oder -qualität möchten sich die Betreiber des Offshore-Windkraftwerks nicht leisten und setzen deshalb auf eine bis ins Detail durchdachte Planung. Die basiert nicht zuletzt auf einem ausgeklügelten Mix aus Informationstechnologien, denn die Grundlage für einen kontinuierlich wirtschaftlichen Betrieb sind vor allem Informationen: zum Zustand der Anlage, zum Umspannwerk, zum Netz, zu Wartungsarbeiten, ja sogar zu Alter und Fertigungsweise einzelner Bauteile.

Ein einzigartiger Kompetenzverbund

Seit Beginn der ersten Planungen holten die Windkraftleute aus Emden sukzessive Experten aus unterschiedlichen Bereichen der IT ins Boot: Prozessoptimierer, Softwareentwickler, Netzprofis und Fachleute für die Leittechnik, Anbieter von Satellitenverbindungen, Planer für Hardwarearchitekturen und Leitwartentechnik – ein international einzigartiges Team, ohne dessen Leistung  die Dimension der Stromgewinnung aus Windkraft, wie sie bei BARD Offshore 1 vorgesehen ist, kaum denkbar wäre.

Teil dieses Teams ist auch die Vater Unternehmensgruppe. Vater lieferte die technologische Lösung für die Klimatisierung der Server auf der Plattform, die dem Bau sowie dem Betrieb und der Wartung des Windkraftwerks dient. Eine besondere Herausforderung war es dabei, Klima-, Energie- und Platzbedarf optimal aufeinender abzustimmen. Ein Problem ist die Ablagerung von Salzkristallen innerhalb der sensiblen informationstechnischen Systeme. Die Lösung von Vater ist ein abgeschlossenes Schrankkühlungssystem innerhalb der IT-Schränke. „Wir haben mit Rimatrix5 Schränken eine sehr gute Lösung umgesetzt sowohl auf der Plattform als auch im Serverraum in Emden“, freut sich Prokurist Jens Weiden von Vater.

Power braucht Verantwortung

Bei BARD in Emden schaut man jetzt vor allem gespannt in die nahe Zukunft. Der Echtbetrieb rückt näher aus, also muss noch weiter gedacht werden. Technik und Logistik stehen auf dem Prüfstand. Aus den ersten Erfahrungen wird eine Menge zu lernen sein, für alle Beteiligten. BARD Offshore 1 ist ein Superlativ der regenerativen Energie. „Aber zu der Power gehört auch Verantwortung“, meint Oliver Becker. Genau diese Verantwortung drückt sich in unseren Partnerschaften aus. Gemeinsam krempeln wir die Ärmel hoch und machen uns an die Arbeit.“

Foto und Text: Bard Engineering GmbH